Suchtprävention im Betrieb

Die Folgen von riskantem Suchtmittelkonsum? Erhöhte Unfallgefahr, Arbeitsausfälle, schlechtes Arbeitsklima

Suchtmittelmissbrauch und Suchtmittelabhängigkeit beeinträchtigen die Arbeitskraft Ihrer Mitarbeiter: physisch wie psychisch.

Aus der Praxis als Betreiber einer Suchtberatungsstelle (www.neon-rosenheim.de) ist uns das Phänomen des exzessiven oder abhängigen Gebrauchs von Alkohol oder Drogen gut vertraut. Wir verstehen Präventionsarbeit als Unterstützung, einen maßvollen Konsum legaler Suchtmittel zu etablieren und den Konsum von illegalen Drogen bestenfalls ganz zu unterlassen.

Der Schlüssel zum Erfolg: Risikokompetenz statt Verbote.

Als fachliches Konzept hat sich dazu in der Suchthilfe das Prinzip der "Risikokompetenz" etabliert: Konsumenten sollen dazu befähigt werden, ihren Konsum realistisch einzuschätzen, ein informiertes Bewusstsein über Gefahren und Risiken von Suchtstoffen zu erlangen und genussorientierte Konsumformen zu entwickeln. Aber moderne Prävention zielt nicht nur auf die Substanzen alleine ab, nachhaltige Interventionen nehmen auch das soziale Umfeld, die betriebliche Arbeitskultur und die Schutz- sowie Risikofaktoren der einzelnen Mitarbeiter in den Fokus.


Klare und transparente Regeln – entwickeln Sie eine Suchtvereinbarung für Ihren Betrieb!

Wenn Sie das Thema Suchtprävention in Ihre Unternehmenskultur integrieren möchten, sind folgende Fragen zu klären:

  • Wie ist Ihr aktueller betrieblicher Umgang mit den Themen Alkohol, Drogen und Sucht? Was kann strukturell verbessert werden?
  • Haben Sie bereits eine Analyse Ihrer Arbeitsbedingungen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Reduzierung von Belastungen durchgeführt?
  • Welche finanziellen, zeitlichen und personellen Ressourcen stehen zur Verfügung? Wer kann die Verantwortung beim Aufbau von Strukturen und Programmen für die betriebliche Suchtprävention übernehmen?
  • Falls bereits Programme des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bestehen: Wie lassen sich diese mit suchtpräventiven Angeboten vereinbaren?

Wir unterstützen Sie bei allen Fragen rund um Ihre betriebliche Suchtprävention.

Unser Angebot:
  • Analyse bestehender Schutz- und Risikofaktoren im Betrieb
  • Implementierung neuer und/oder Anpassung bestehender Strukturen (z.B. eine vorhandene Betriebsvereinbarung) im Sinne eines alltagstauglichen Instruments zum Vorgehen bei konkreten Auffälligkeiten
  • Schulung der relevanten Personen im Betrieb (z.B. Personalverantwortliche, Betriebsrat, Schwerbehindertenbehauftragte, etc.) in verschiedenen Seminaren (Basisseminar Suchtwissen, Interventionsgespräche mit suchtmittelauffälligen Mitarbeitern)
  • Suchtpräventionsworkshops mit Azubis oder im Rahmen von Gesundheitstagen bzw. Workshops für Mitarbeiter
  • Rauch-Stopp Gruppenprogramm für Ihre Mitarbeiter
Fragenkatalog bei Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Alkohol oder illegalen Drogen:
  • Wie erkenne ich gefährdete Mitarbeiter?
    • Welche Beweispflicht habe ich, wenn ein Alkohol- oder Drogenkonsum im Raum steht?
    • Welche Veränderungen sind von Vorgesetzten überhaupt wahrnehmbar?
  • In welchem Rechtsrahmen bewegen wir uns?
    • Zu welchen Interventionen ist der Betrieb verpflichtet? (z.B. Arbeitsschutz bei angetrunkenen Mitarbeitern)
    • Welche Maßnahmen darf ich ergreifen? (z.B. Herausnahme aus der Gleitzeit, Alkohol-/Drogentests, etc.)
    • Welche arbeitsrechtlichen Konsequenzen sind sinnvoll und erlaubt? (z.B. Abmahnung, Entgeldfortzahlung, etc.)
  • Welche Unterstützung möchte ich anbieten?
    • Was ist im Rahmen der Fürsorge als Betrieb angemessen?
    • Welche Form der Unterstützung macht Sinn?
    • Wie mit Co-Dynamiken im Team/unter den Kollegen umgehen?
  • Welche Interventionsstrategie wenden wir als Betrieb an?
    • Wie ist die Situation des betroffenen Mitarbeiters einzuschätzen (handelt es sich um eine Abhängigkeit oder einen Ausrutscher)?
    • Welcher Mix aus (arbeits-)rechtlichen Konsequenzen und Unterstützungsangeboten ist sinnvoll?
    • Wie kann die Verantwortung für die weitere Entwicklung an den Betroffenen zurückgegeben werden?
  • Welche professionellen Akteure können eine sinnvolle Unterstützung sein?
    • Welche betriebsinternen Strukturen (z.B. Betriebsarzt) sind vorhanden?
    • Wie kann mit externen Stellen (Suchtberatungsstelle) optimal zusammengearbeitet werden?